HOVAWARTE VON DER BITZ
Warum eigentlich ein Hund aus dem VDH?
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Züchter und Zuchtvereine gibt es viele, auch viele Hovawartzüchter. Süß sind alle Welpen und sicher sind nicht alle nicht VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) Hunde schlecht.
Aber warum sollte man sich dann für einen Hund vom VDH entscheiden?
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Die Anschaffung eines Haustieres sollte wohlüberlegt sein und dazu zählt für mich auch, dass man sich gut darüber informiert, welche Kinderstube mein zukünftiges Familienmitglied hatte. Haustiere sind keine Waren, sie müssen nicht zu Dumpingpreisen verkauft oder als Geschenke verteilt werden.
Der VDH ist der Verband für das Deutsche Hundewesen und Mitglied in der FCI (Fédération Cynologique Internationale). Es ist der größte internationale Dachverband für Rassehunde, der weltweit einheitliche Standards für über 350 anerkannte Rassen festlegt, sie in 10 Gruppen einteilt und die gegenseitige Anerkennung von Ahnentafeln und Richterqualifikationen gewährleistet. Papiere des FCI und des VDH sind international gültig. Hunde mit diesen Papieren dürfen an Schauen des VDH und der FCI teilnehmen und bestandenen Zuchtprüfungen berechtigen auch für Zuchteinsätze in FCI Vereinen anderer Länder. Papiere sind eben NICHT gleich Papiere. VDH Papiere sind wie ein Gütesiegel, das die Elterntiere und auch die Ahnen Zuchtprüfungen, Gesundheitstest und je nach dem auch sportliche Prüfungen oder Rassehundeausstellungen erfolgreich bestanden haben. Man kann Gesundheit und Wesensfestigkeit nicht garantieren, aber zumindest ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen gesunden Hund mit einer guten Sozialisierung erhält, um ein vielfaches höher, da die Kontrollen streng sind und der RZV hohe Anforderungen an die Elterntiere stellt.
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Über sogenannte "Hundevermehrer" und "Wühltischwelpen" wurde in den Medien immer wieder berichtet. Die unkontrollierte Welpenvermehrung und die erbärmlichen Haltungsbedingungen dieser "Züchter" sind zu recht in der Kritik. Hunde, die unter mangelhaften Bedingungen aufwachsen sind oftmals nicht gesund und fallen durch ihre soziale Unverträglichkeit auf.
Diese Hunde können oft nicht das zuverlässige, freundliche Familienmitglied sein, was sich der Besitzer gewünscht hat. Gleiches gilt häufig auch für Tierschutzhunde.
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Auf der sicheren Seite sind künftige Hundehalter, die Welpen bei einem Züchter kaufen, der Mitglied in einem dem VDH angeschlossenen Rassehund Zuchtverein ist. Der VDH schafft mit seinen Vorgaben und Regeln gute Rahmenbedingungen zur Zucht gesunder und sozial verträglicher Hunde, die ihren Besitzern jahrelange Freude bereiten.
An die dem VDH angeschlossenen Züchter werden extrem hohe Anforderungen bereits vor dem Deckakt gestellt.
Diese sind unter anderem:
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Eine strenge Zuchtordnung, die den Tierschutz in den Vordergrund stellt.
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Zuchtstättenkontrolle, also Überprüfung der Räumlichkeiten und des Anwesens des Züchters auf Tauglichkeit zur Hundezucht.
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Strenge Zuchtzulassungsprüfungen für die Zuchttiere. Hier werden die Hunde auf Gesundheit und Wesen hin geprüft, aber auch das Exterieur, also das Gebäude und der Gang des Hundes werden auf den Rassestandard geprüft. Es wird versucht, erbliche Erkrankungen immer mehr zu minimieren.
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Gesundheitliche Überprüfung: Die Zuchttiere müssen unter anderem röntgenologisch untersucht werden. Es dürfen nur Hunde zur Zucht zugelassen werden, die gesunde Knochen und Gelenke aufweisen. Beim RZV kommt noch eine Augenuntersuchung zur Feststellung von Augenerkrankungen hinzu.
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Die Züchter sind zu regelmäßigen Züchterfortbildungen verpflichtet.
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Diese Anforderungen an den Züchter und die Zuchttiere sind zwar keine Garantie, bieten jedoch die besten Vorraussetzungen für eine überlegte und verantwortungsbewusste Hundezucht mit Qualität.
Auch die Welpenaufzucht wird streng kontrolliert:
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Die Welpen wachsen nicht in Zwingern auf, sondern in Familien.
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Sie werden frühzeitig positiv geprägt und sozialisiert, lernen Menschen, andere Tiere und Artgenossen, sowie verschiedene andere Umweltreize kennen.
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Sie werden während der ersten Wochen mehrfach entwurmt.
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Im Alter von ca. 8 Wochen werden die Welpen vom Zuchtwart des jeweiligen Vereines untersucht und die Ergebnisse in einem Protokoll notiert.
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Zum Zeitpunkt der Welpenabgabe sind diese bereits entwurmt, gechippt, geimpft und tierärztlich untersucht.
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Jeder Welpe erhält zum Abgabezeitpunkt ein Abnahmeprotokoll des Zuchtwartes und nach Austellung ein VDH-Papier mit der Ahnentafel. Nur VDH-Papiere sichern eine national und international anerkannte Qualität und berechtigen zur Teilnahme an Ausstellungen, Arbeitsprüfungen oder zur Zuchtzulassung.
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VDH Welpen und Hundezüchter erkennt man an folgenden Siegeln:
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